Die erste Frage meiner Kunden lautet fast immer: Was kostet das? Deshalb steht die Antwort hier ganz oben. Danach erfährst du, was zu einem Corporate Design gehört, welche Dateien du am Ende brauchst und wo die teuren Fallen liegen.
Was ich bei kleinen Betrieben am häufigsten sehe: Das Logo sieht auf dem Flyer anders aus als auf der Website. Die Farben wechseln von Stück zu Stück. Genau das löst ein Corporate Design.
Was kostet ein Corporate Design?
Ein Corporate Design kostet bei VHA ab 1.990 € netto. Am Markt nennen Anbieter für kleine Unternehmen oft 2.000 bis 4.500 €. Unabhängige Preisdaten habe ich nicht gefunden, alle Spannen stammen von Anbietern selbst.
Umfang | Spanne laut Anbieter |
|---|---|
Kleiner Betrieb | 2.000 bis 4.500 € |
Basis: Logo, Visitenkarte, Briefbogen | 2.000 bis 4.000 € |
Standard: dazu Farben, Schrift, Geschäftsausstattung | 4.000 bis 8.000 € |
Premium: dazu Regelwerk, digitale Vorlagen | 8.000 bis 15.000 € |
Mittelstand | 6.500 bis 25.000 € |
Stand Oktober 2026. Angaben von designenlassen (kleiner Betrieb), Georg Lösch (Basis bis Premium, Rahmen für Freelancer) und ALVÉRA (Mittelstand). Keine Erhebung, teils ohne Angabe zu netto oder brutto.
Was bei VHA ab 1.990 € netto enthalten ist
Gespräch und Konzept
Logo mit Varianten
Farben mit festen Werten für Druck und Bildschirm
Schrift und Regeln für den Einsatz
eine erste Anwendung, zum Beispiel Visitenkarte oder Flyer
fertige Dateien für Druck und Web
die im Angebot festgelegten Korrekturrunden
Die Nutzungsrechte bekommst du mit der vollständigen Bezahlung. Nicht enthalten sind Druck, Schriftlizenzen, Fahrzeugbeschriftung und Website. Offene Arbeitsdateien gibt es nur nach schriftlicher Vereinbarung. Was dein Projekt am Ende kostet, hängt vom Umfang ab und steht vorher im Angebot.
Wovon der Preis abhängt
Der Preis hängt vor allem von vier Dingen ab:
Umfang: Wie viele Anwendungen sollen gestaltet werden?
Abstimmung: Wie viele Korrekturrunden sind vereinbart?
Rechte: Welche Nutzungsrechte sind enthalten?
Ausgangslage: Fängst du neu an oder wird ein bestehender Auftritt überarbeitet?
Vergleiche deshalb nie nur zwei Zahlen. Bei einem sehr niedrigen Preis frag nach, was genau enthalten ist.
Was echte Rechnungen zeigen
Weil Anbieterpreise wenig beweisen, lohnt der Blick auf offengelegte Beträge. Sie stammen von öffentlichen Stellen, nicht von kleinen Betrieben. Sie zeigen aber gut, wofür Geld fließt.
Die Datenschutzbehörde von Rheinland-Pfalz hat 2017 ihre Kosten offengelegt: 6.693,75 € brutto, das sind 5.625 € netto. Dafür gab es Logo, Farben, einen Schriftvorschlag, Vorlagen, Vektordaten, eine Dokumentation sowie die ausschließlichen Nutzungsrechte. Drei Angebote wurden eingeholt, das günstigste gewann.
In Leipzig kostete das neue Erscheinungsbild der Stadt laut Presse rund 657.000 €. Rund 2,3 % davon entfielen auf das Logo. Das ist eine ganz andere Größenordnung als bei dir. Die Lehre gilt trotzdem: Das Logo war dort ein kleiner Teil, das meiste Geld floss in die Umsetzung.
Was neben dem Design dazukommt
Neben dem Design kommen die Kosten für die Umsetzung dazu. Sobald es fertig ist, soll es ja auch zu sehen sein. Ein einfaches Rechenbeispiel für den Start:
Posten | Betrag |
|---|---|
Corporate Design | 1.990 € netto |
Teilbeschriftung Firmenwagen | rund 500 € netto |
Markenanmeldung beim DPMA | 290 € Gebühr |
Zusammen | rund 2.780 € netto |
Druck, Website und Kleidung sind hier noch nicht dabei. Dieses Beispiel soll dir zeigen, wie du rechnen solltest. Es ist kein Festpreis.
Was gehört zu einem Corporate Design?
Zu einem Corporate Design gehören Logo, Farben, Schrift, Bildsprache, Vorlagen und Regeln. Zusammen ergeben sie das einheitliche Erscheinungsbild deiner Firma, in der Fachsprache den sichtbaren Teil der Corporate Identity.
Baustein | Wofür | Was ohne ihn passiert |
|---|---|---|
Logo mit Varianten | Farbe, Schwarz, Weiß, quer und quadratisch | Das Logo wird gestaucht oder passt nicht auf die Fläche |
Farben | Feste Werte für Druck und Bildschirm | Jede Druckerei trifft einen anderen Ton |
Schrift | Eine klare Auswahl für Überschrift und Text | Jedes Dokument sieht anders aus |
Bildsprache | Welche Art Fotos oder Grafiken zu dir passt | Der Auftritt wirkt uneinheitlich |
Vorlagen | Zum Beispiel Visitenkarte, Flyer oder Anzeige | Jede Anwendung fängt bei null an |
Regeln | Abstände, Größen, Einsatz | Andere setzen es falsch um |
Eine feste Norm dafür kenne ich nicht. Was genau du bekommst, steht deshalb im Angebot. Bei meinen Projekten gehören dazu Logo-Variationen, Farbvarianten, Schrift und Typografie sowie Anwendungen wie Flyer. Der Rest richtet sich danach, was dein Betrieb wirklich einsetzt.
Corporate Design, Corporate Identity, Branding: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. So kannst du sie auseinanderhalten:
Begriff | Was es bedeutet |
|---|---|
Logo | Das Zeichen deiner Firma. Ein Baustein von vielen. |
Corporate Design | Das gesamte Erscheinungsbild: Logo, Farben, Schrift, Bilder, Vorlagen. |
Corporate Identity | Das Ganze: Corporate Design, Corporate Communication, Corporate Behaviour. Also wie deine Firma aussieht, spricht und handelt. |
Branding | Die laufende Arbeit daran, dass deine Firma als Marke im Kopf bleibt. |
Der Unterschied ist wichtig, wenn du Angebote vergleichst. Ein Logo allein sorgt noch nicht dafür, dass alles zusammenpasst. Das macht erst das System dahinter.
Was gehört in ein Corporate Design Manual?
Ein Corporate Design Manual ist das Regelwerk zu deinem Auftritt. Manche nennen es auch Styleguide. Es hält fest, wie alles eingesetzt wird, damit Druckerei, Beschrifter und Mitarbeiter gleich arbeiten.
Darin stehen meist diese Punkte:
das Logo mit Varianten, Mindestgröße und Abstand zu anderen Elementen
die Farben mit ihren Werten für Druck und Bildschirm
die Schriften und wofür sie jeweils gedacht sind
die Bildsprache mit ein paar Beispielen
Beispiele aus der Anwendung, etwa Visitenkarte oder Anzeige
Ein kleiner Betrieb braucht dafür kein dickes Handbuch. Oft reichen wenige Seiten, die auch die Aushilfe oder die Druckerei sofort versteht. Große Styleguides mit 10 bis 40 Seiten liegen laut einem Anbieter einzeln bei 1.000 bis 3.000 €. Das brauchst du am Anfang selten.
5 Anzeichen, dass dir ein Corporate Design fehlt
Dir fehlt ein Corporate Design, wenn dein Betrieb von Stück zu Stück anders aussieht. Geh diese Fragen kurz durch. Je öfter du mit Ja antwortest, desto mehr bringt dir ein einheitlicher Auftritt.
Sieht dein Logo auf Flyer, Website und Auto unterschiedlich aus?
Gibt es für deine Firmenfarbe keinen festen Wert, sodass jede Druckerei sie etwas anders trifft?
Musst du für jede neue Anzeige neu überlegen, wie sie aussehen soll?
Fehlt dir eine saubere Logodatei, wenn jemand danach fragt?
Wirkt dein Auftritt kleiner, als dein Betrieb wirklich ist?
Am Hochrhein kommt etwas dazu: Viele Kunden kennen beide Rheinseiten. Sie vergleichen dich mit dem Betrieb im Nachbarort genauso wie mit Anbietern aus der Schweiz.
Freelancer, Studio oder Agentur im Vergleich
Welcher Weg passt, hängt an deinem Umfang. Für den Übergang reicht ein Tool. Für einen kompletten Auftritt deines Betriebs passt ein Freelancer oder ein kleines Studio. Bei mehreren Standorten oder großen Kampagnen lohnt sich eine große Agentur.
Weg | Stärke | Grenze |
|---|---|---|
KI-Tool oder Vorlage | Schnell, sehr günstig | Nicht exklusiv, kein System, wenig Schutz |
Freelancer oder kleines Studio | Direkter Kontakt, Design bis Anwendung aus einer Hand | Wenige Personen, Rechte genau klären |
Große Agentur | Viele Fachleute, auch Strategie | Teurer, mehr Abstimmung |
Frag bei jedem Angebot nach denselben drei Dingen: Was ist genau enthalten? Welche Rechte bekomme ich? Welche Dateien bekomme ich am Ende? Erst dann sind zwei Preise vergleichbar.
Corporate-Design-Beispiele aus der Praxis
Gute Beispiele für kleine Unternehmen stammen von Betrieben deiner Größe, nicht von Apple oder der Telekom. Zwei Beispiele aus meiner Arbeit:
CCG-Gutachten aus Waldshut-Tiengen. Ein Gutachter muss vor Banken und Gerichten bestehen. Deshalb ist der Auftritt ruhig gehalten. Der Leistungsflyer kommt in kühler Silberoptik, das Team-Polo in schwarzem Piqué mit weißem Stick, sonst nichts.

DentaLabs. Im D des Logos steckt ein Zahn, ohne dass man ihn suchen muss. Aus dem Zeichen entstand ein Muster, das vom App-Icon über die Visitenkarte bis zum Außenbanner trägt. So bleibt die Marke erkennbar, auch wenn das Logo mal klein ist.

Auch bei anderen Betrieben aus der Region läuft es ähnlich, zum Beispiel bei IKV Energy aus Waldshut-Tiengen, von Logo und Branding bis zu den Pullis. Weitere Arbeiten findest du unter Projekte.
KI-Logo und Vorlagen: Wo die Grenzen liegen
Ein Logo aus dem KI-Tool oder eine Vorlage reicht für den schnellen Start. Verboten ist beides nicht. Für einen dauerhaften Auftritt fehlen aber Schutz und Exklusivität.
Das Amtsgericht München hat am 13.02.2026 entschieden (142 C 9786/25): Drei mit KI erzeugte Logos waren urheberrechtlich nicht geschützt. Das galt trotz Bezahlversion, einem Prompt mit 1.700 Zeichen und mehreren Korrekturrunden. Das Gericht verglich den Prompt mit einem Auftrag an einen Menschen. Ein anderer durfte die Logos deshalb weiterverwenden. Das ist die Entscheidung eines Amtsgerichts, ob sie rechtskräftig ist, steht nicht fest. Als feste Regel solltest du sie also nicht lesen, als Warnung schon.
Bei Vorlagen gibt es ein anderes Problem: Sie sind nicht exklusiv. Dasselbe Motiv kann auch dein Mitbewerber nutzen. Zur Unterscheidung taugt das wenig, gerade dort, wo man sich kennt.
Checkliste: Diese Dateien solltest du bekommen
Du solltest am Ende alle Dateien für Druck, Web und Stick bekommen. Eine verbindliche Liste kenne ich nicht. Diese Übersicht ist eine gute Grundlage, nimm sie ruhig mit ins Angebotsgespräch.
Datei oder Angabe | Wofür du sie brauchst |
|---|---|
Logo als SVG | Website und alles Digitale, bleibt in jeder Größe scharf |
Logo als PDF, vektorbasiert | Druckerei und Beschriftung |
Logo als PNG | Office, E-Mail, schnelle Einsätze |
Varianten in Farbe, Schwarz, Weiß | Dunkle Flächen, Stempel, einfarbiger Druck |
Farbwerte für RGB, HEX und CMYK | RGB und HEX für Bildschirme, CMYK für den Druck |
Quadratisches Zeichen | Kleines Symbol in Google und im Browser, muss 1:1 sein |
Vereinfachte Version für Stick | Feine Linien und kleine Schrift gehen im Faden schnell verloren |
Regelwerk als PDF | Damit Druckerei, Beschrifter und Mitarbeiter gleich arbeiten |
Offene Arbeitsdateien gehören nicht automatisch dazu. Wenn du sie brauchst, lass sie ausdrücklich ins Angebot schreiben.
Bei Schriften lohnt sich eine Nachfrage. Eine Agentur-Lizenz gehört laut einem älteren Beitrag der Macwelt von 2011 nicht automatisch dem Kunden. Je nach Anbieter gelten für Computer, Website und App getrennte Rechte. Kläre also vorher, wer die Lizenz kauft und wofür sie reicht. Auf der Website sollten Schriften außerdem lokal eingebunden sein. Das Landgericht München hat 2022 100 € Schadensersatz zugesprochen, weil eine Seite Google Fonts dynamisch geladen hatte.
Wem gehört dein Corporate Design?
Das Urheberrecht am Design lässt sich nicht kaufen. Du bekommst Nutzungsrechte, das sagt § 29 UrhG. Der Satz „Das Logo gehört mir, ich habe es ja bezahlt“ stimmt deshalb so nicht.
Wie weit deine Rechte reichen, hängt vom Vertrag ab. Steht dort nichts Genaues, entscheidet nach § 31 UrhG der Zweck des Auftrags. Ändern darfst du ein geschütztes Werk ohne Vereinbarung grundsätzlich nicht, so steht es in § 39 UrhG. Das wird spätestens dann wichtig, wenn du dein Logo Jahre später anpassen lassen willst.
Sicher ist der Schutz übrigens nicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat ihn 2019 bei einem Logo verneint, weil die Gestaltung nicht eigenständig genug war. Das Landgericht Köln hat 2022 dagegen ein einfaches Pizzastück als Logo geschützt. Es kommt also auf den Einzelfall an. Auch deshalb ist ein klarer Vertrag mehr wert als die Hoffnung auf das Gesetz.
Lass deshalb drei Punkte ins Angebot schreiben:
Welche Nutzungsrechte du bekommst, für welche Einsätze und wie lange.
Ob du das Design später ändern oder ändern lassen darfst.
Welche Dateien du bekommst, auch zu Schriften und Arbeitsdateien.
Logo als Marke anmelden: Kosten und Grenzen
Eine Markenanmeldung lohnt sich, wenn du deinen Namen oder dein Zeichen langfristig schützen willst. Beim Deutschen Patent- und Markenamt kostet sie online 290 € für bis zu drei Klassen. Nach zehn Jahren wird eine Verlängerung fällig, sie kostet 750 €.
Du kannst unter anderem den Namen oder das Logo anmelden:
Wortmarke: Sie schützt die Zeichenfolge in allen gängigen Schriften. Für viele Betriebe ist das der Name.
Bildmarke: Sie schützt das Zeichen. Eine schwarz-weiße Anmeldung legt laut DPMA kein Farbschema fest.
Das Amt rechnet mit wenigen Monaten, meldet derzeit aber längere Bearbeitungszeiten. Häufigster Grund für Verzögerungen sind Fehler im Verzeichnis der Waren und Dienstleistungen. Nimm dir dafür also Zeit. Beachte auch: Eine Marke, die fünf Jahre nicht benutzt wird, kann gelöscht werden.
Drei Dinge wissen viele nicht:
Das Amt prüft keine älteren Rechte. Eine Eintragung beweist also nicht, dass dein Name oder Logo frei ist. Prüf das vorher.
Die Eintragung ist kein Rundum-Schutz. Wer ein älteres Recht hat, kann sich trotzdem dagegen wehren.
Das Amt verschickt keine Rechnungen. Bekommst du nach der Anmeldung offiziell wirkende Zahlungsaufforderungen, stammen sie von privaten Firmen. Zahl nicht, ohne zu prüfen.
Stand Oktober 2026. Die Abschnitte zu KI, Schriften, Rechten und Marke ersetzen keine Rechtsberatung.
So läuft ein Corporate Design bei VHA ab
Bei VHA läuft ein Corporate Design in drei Schritten. Im Normalfall steht es nach 2 bis 4 Wochen, je nach Umfang und Abstimmung.
Gespräch und Konzept: Wir besprechen deinen Betrieb, deine Kunden und was du brauchst. Daraus entsteht die Richtung.
Design und Abstimmung: Ich setze das Konzept um. Wir stimmen die Entwürfe gemeinsam ab, bis sie sitzen.
Finale Umsetzung: Nach der Freigabe bekommst du alle Dateien fertig für Druck, Web und Produktion.
Danach musst du nicht alles auf einmal wegwerfen. Website und Drucksachen lassen sich meist schnell umstellen. Teure Träger wie Fahrzeuge, Banden oder Schilder kannst du Schritt für Schritt nachziehen.
Du suchst ein Corporate Design in Waldshut-Tiengen oder am Hochrhein? Dann komme ich fürs erste Gespräch gern direkt zu dir. Wie wir vor Ort arbeiten, liest du auf der Seite Werbeagentur in Waldshut-Tiengen. Soll dein Auftritt auch ins Netz, geht es unter Webdesign in Waldshut-Tiengen weiter. Für dein Team gibt es Arbeitskleidung mit Logo.
Du willst wissen, was dein Betrieb braucht? Schreib mir kurz, ich sage dir ehrlich, ob sich ein Corporate Design für dich lohnt.




